Juni 10, 2026

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Amerikanische Autolegende startet offiziell in Deutschland

Amerikanische Autolegende startet offiziell in Deutschland

Der Dodge Charger galt jahrzehntelang als Sinnbild leistungsstarker amerikanischer Sportwagen. Nun bringt der Automobilkonzern Stellantis das traditionsreiche Modell erstmals offiziell über reguläre Vertriebswege nach Deutschland und weitere europäische Länder. Bislang war das Fahrzeug in Europa überwiegend nur über Importeure oder spezialisierte Händler erhältlich.

Die Markteinführung fällt mit einem besonderen Jubiläum zusammen: Im Jahr 2026 wird der Charger 60 Jahre alt. Seit seiner Vorstellung im Jahr 1966 prägte das Modell die amerikanische Sportwagenkultur maßgeblich und entwickelte sich weltweit zu einem begehrten Fahrzeug für Liebhaber leistungsstarker Automobile. Vor allem seine kraftvollen Motoren und zahlreiche Auftritte in bekannten Kinofilmen machten den Wagen über Jahrzehnte hinweg berühmt.

Große Bekanntheit durch Kinofilme

Verfolgungsjagd machte das Fahrzeug weltberühmt

Seinen Durchbruch auf der Leinwand hatte der Dodge Charger Ende der 1960er-Jahre in dem bekannten Kinofilm „Bullitt“. In einer spektakulären Verfolgungsjagd durch die Straßen von San Francisco lieferte sich Stuntfahrer Bill Hickman in einem schwarzen Charger ein Duell mit Schauspieler Steve McQueen in einem Ford Mustang. Die Szene gilt bis heute als eine der bekanntesten Fahrzeugverfolgungen der Filmgeschichte.

Vor allem der markante Klang des großvolumigen Achtzylinder-Motors trug wesentlich zum Kultstatus des Fahrzeugs bei. In den folgenden Jahrzehnten tauchte der Charger regelmäßig in amerikanischen Filmproduktionen auf und wurde häufig als Fahrzeug kompromissloser und harter Figuren inszeniert.

Das ursprüngliche Spitzenmodell verfügte über einen 7,2-Liter-Achtzylinder mit 375 PS. Für die damalige Zeit gehörte das Fahrzeug damit zu den schnellsten amerikanischen Serienautos. Die Beschleunigung auf 100 Kilometer pro Stunde erfolgte in weniger als sieben Sekunden. Allein im Jahr 1968 verkaufte Chrysler nahezu 100.000 Exemplare des Chargers.

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Neue Modellgeneration setzt auf moderne Technik

Klassisches Design bleibt erhalten

Auch die neue Generation orientiert sich optisch deutlich an den historischen Vorbildern. Charakteristisch bleiben die lange Motorhaube, die breite Frontpartie und das fließende Heckdesign. Angeboten wird das Fahrzeug sowohl als zweitüriges Coupé als auch als viertürige Limousine.

Technisch beginnt jedoch eine neue Ära. Dodge verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Achtzylinder-Motor und setzt künftig auf modernere Antriebssysteme. Zum Einsatz kommt ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit doppelter Turboaufladung. Je nach Ausstattungsvariante leistet der Motor entweder 420 oder 550 PS.

Zusätzlich bringt der Hersteller erstmals eine vollelektrische Ausführung des Chargers auf den Markt. Die elektrische Variante bietet Leistungen von 536 beziehungsweise 670 PS und soll die Verbindung aus hoher Leistung und moderner Elektromobilität herstellen.

Damit reagiert der Hersteller auf strengere Abgasvorschriften in Europa sowie auf die steigende Nachfrage nach leistungsstarken Elektrofahrzeugen. Besonders in Deutschland, wo sportliche Fahrzeuge traditionell auf großes Interesse stoßen, dürfte der Charger eine spezielle Zielgruppe ansprechen.

Preise und Marktstart noch offen

Einstiegspreis voraussichtlich bei rund 70.000 Euro

Einen offiziellen Preis oder einen genauen Termin für die Auslieferung hat Stellantis bislang noch nicht bekannt gegeben. Branchenberichte gehen jedoch davon aus, dass das Fahrzeug ab etwa 70.000 Euro erhältlich sein könnte.

Mit dem offiziellen Marktstart in Europa wagt Dodge den Schritt in einen Markt, der traditionell von Herstellern wie BMW, Mercedes-Benz und Audi geprägt wird. Der Charger dürfte dabei vor allem Käufer ansprechen, die amerikanisches Fahrzeugdesign, hohe Motorleistung und den besonderen Kultfaktor des Modells schätzen.

Zum 60-jährigen Jubiläum verbindet der Dodge Charger damit klassische amerikanische Automobiltradition mit den Anforderungen einer zunehmend elektrifizierten Zukunft.

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