Die HoverAir X1 Promax versteht sich als kompakte fliegende Actionkamera für Sport-, Freizeit- und Reiseaufnahmen. Im Test punktet die faltbare Drohne mit guter Bildqualität, einfacher Bedienung und einer robusten Konstruktion. Eine Schwäche bei der Hinderniserkennung schränkt die Einsatzmöglichkeiten allerdings deutlich ein.
HoverAir X1 Promax zeigt sich robust
Die X1 Promax erwies sich im Test als vergleichsweise widerstandsfähig. Das ist insbesondere bei einer Drohne von Vorteil, die für dynamische Aufnahmen beim Sport und anderen Outdoor-Aktivitäten gedacht ist. Die Belastbarkeit sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Zusammenstöße möglichst vermieden werden sollten.
Genau hier liegt eine der größten Schwächen des Modells. Die Hinderniserkennung arbeitet nicht zuverlässig genug, um die Drohne bedenkenlos in komplexeren Umgebungen einzusetzen.
Bereits bei einem gemütlichen Lauf oder einer entspannten Fahrradtour können Bäume, Verkehrsschilder und andere Hindernisse zu Kollisionen führen. Nutzer sollten sich deshalb auf möglichst offene und übersichtliche Strecken beschränken.
Tracking funktioniert am besten auf freien Strecken
Für anspruchsvolle Trails nur eingeschränkt geeignet
Die automatische Motivverfolgung zeigt grundsätzlich, welches Potenzial in der HoverAir X1 Promax steckt. Unter geeigneten Bedingungen kann die Drohne einer Person folgen und dabei dynamische Aufnahmen erstellen.
Beim Trailrunning abseits breiter und freier Wege stößt das System jedoch schnell an seine Grenzen. In Waldgebieten oder auf engen Strecken mit zahlreichen Hindernissen ist das Risiko einer Kollision vergleichsweise hoch.
Deutlich besser eignet sich die Drohne für Fahrradtouren auf offenen Wegen oder für Aufnahmen beim Skifahren. In solchen Situationen kann das Tracking seine Vorteile ausspielen, ohne dass ständig Bäume, Schilder oder andere Objekte in die Flugbahn geraten.
Gute Bildqualität mit Aufnahmen bis 8K
Bei der Kamera hinterlässt die HoverAir X1 Promax einen guten Eindruck. Das Modell unterstützt hochauflösende Videoaufnahmen bis 8K und verbindet diese Funktion mit automatischer Motivverfolgung.
Die Aufnahmequalität gehört damit zu den stärkeren Eigenschaften der kompakten Drohne. Gerade bei Outdoor- und Sportaufnahmen kann die Kombination aus hoher Auflösung und automatischem Tracking interessante Perspektiven ermöglichen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass eine bessere Hinderniserkennung den praktischen Nutzen erheblich steigern könnte. Die Bildqualität bietet bereits eine solide Grundlage, doch die eingeschränkte Umgebungserkennung verhindert einen ebenso flexiblen Einsatz.
Flexible Bedienung mit Beacon und Joysticks
Ein weiterer Vorteil ist das durchdachte Bedienkonzept. Für die HoverAir X1 Promax stehen ein Beacon und Joysticks zur Verfügung, mit denen sich die Steuerungsmöglichkeiten erweitern lassen.
Diese Zubehörteile sind jedoch optional. Die Drohne kann dank ihres Displays und des Starts aus der Hand auch ohne zusätzliche Geräte schnell eingesetzt werden. Das erleichtert insbesondere spontane Aufnahmen unterwegs.
Faltbares Gehäuse erleichtert den Transport
Auch beim Transport zeigt die X1 Promax ihre Stärken. Zusammengefaltet fällt das Gerät so kompakt aus, dass es sich sogar in einer größeren Hosentasche unterbringen lässt.
Damit eignet sich die Drohne grundsätzlich gut für Reisen, Wanderungen, Fahrradtouren oder Wintersport, bei denen möglichst wenig zusätzliche Ausrüstung mitgenommen werden soll.
Preis von 699 Euro ist eine hohe Hürde
Mit 699 Euro ist die HoverAir X1 Promax allerdings kein günstiges Modell. Der vergleichsweise hohe Preis fällt besonders angesichts der Schwächen bei der Hinderniserkennung ins Gewicht.
Wer hauptsächlich auf offenen Strecken filmt und Wert auf 8K-Aufnahmen, automatisches Tracking, einfache Bedienung und kompakte Abmessungen legt, erhält dennoch eine interessante Alternative zur DJI Neo.
Fazit
Die HoverAir X1 Promax überzeugt mit guter Bildqualität, hoher Mobilität, einfacher Bedienung und einem robusten Aufbau. Besonders auf offenen Wegen kann das Tracking für dynamische Sport- und Freizeitaufnahmen sorgen. Die unzureichende Hinderniserkennung bleibt jedoch ein entscheidender Nachteil und schränkt den Einsatz in anspruchsvollem Gelände deutlich ein.


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