Huawei hat mehrere neue Produkte für den internationalen Markt präsentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Smartphones Huawei Pura 90s Pro und Huawei Pura 90s Pro Max, die bereits seit April 2026 in China erhältlich sind. Mit dem globalen Marktstart kommen die Geräte nun auch nach Europa – allerdings mit einigen technischen Anpassungen.
Huawei Pura 90s Pro und Pro Max mit 5G und Kirin-Chip
Beide Smartphones werden vom HiSilicon Kirin 9030S Prozessor angetrieben und verfügen über 12 GB Arbeitsspeicher. Besonders bemerkenswert ist die erstmalige Integration eines 5G-Modems in international angebotene Huawei-Smartphones dieser Baureihe. Aufgrund der US-Sanktionen war dies in den vergangenen Jahren bei vielen globalen Huawei-Modellen nicht möglich.
Während die chinesischen Varianten mit einem 6.000-mAh-Akku ausgestattet sind, fällt die Kapazität der für Europa vorgesehenen Modelle mit 5.270 mAh etwas geringer aus. Unterschiede gibt es auch bei den Ladeleistungen: Das Pura 90s Pro Max unterstützt kabelgebundenes Schnellladen mit bis zu 100 Watt sowie kabelloses Laden mit bis zu 80 Watt. Beim Pura 90s Pro liegen die Werte bei 66 Watt beziehungsweise 60 Watt.
Display und Ausstattung im Vergleich
Größeres Display für das Pro Max
Das Huawei Pura 90s Pro Max verfügt über ein 6,9 Zoll großes LTPO-AMOLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und einer Auflösung von 2.880 × 1.308 Pixeln.
Das Huawei Pura 90s Pro setzt auf ein etwas kompakteres 6,6-Zoll-Display. Die Auflösung beträgt hier 2.760 × 1.256 Pixel. Auch dieses Modell bietet eine Bildwiederholrate von 120 Hz.
Kameras mit Fokus auf Fotografie
Beide Smartphones sind mit einer 50-Megapixel-Weitwinkelkamera ausgestattet. Zum Einsatz kommt ein 1/1,28-Zoll-RYYB-Sensor mit variabler Blende von f/1.4 bis f/4.0. Die LOFIC-Technologie bleibt allerdings dem Pro-Max-Modell vorbehalten.
Bei den weiteren Kameras zeigt sich der größte Unterschied zwischen beiden Geräten. Das Huawei Pura 90s Pro Max bietet zusätzlich eine 40-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie eine 200-Megapixel-Telekamera mit 1/1,28-Zoll-RYYB-Sensor und vierfachem optischem Zoom.
Das Huawei Pura 90s Pro fällt hier etwas zurückhaltender aus. Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 12,5 Megapixeln auf, während die Telekamera eine Auflösung von 50 Megapixeln bietet.
Preise der neuen Huawei-Smartphones
Offizielle Euro-Preise wurden bislang noch nicht bekannt gegeben. Nach aktuellen Angaben soll das Huawei Pura 90s Pro mit 12 GB RAM und 256 GB Speicherplatz jedoch rund 795 Euro kosten.
Für das Huawei Pura 90s Pro Max mit 12 GB Arbeitsspeicher und 512 GB internem Speicher wird ein Preis von etwa 1.050 Euro erwartet.
Huawei FreeClip 2 S: Neue Open-Ear-Kopfhörer
Neben den Smartphones stellte Huawei auch die neuen FreeClip 2 S vor. Dabei handelt es sich um Open-Ear-Kopfhörer im Clip-on-Design, die in den Farbvarianten Deepsea Blue und Space Silver erhältlich sind.
Die Ohrhörer lassen sich über das Ladecase sowohl per USB-C als auch kabellos aufladen. Zur Ausstattung gehören zwei 10,8-mm-Treiber, Bluetooth 6.0 sowie die Schutzklassen IP54 und IP57. Damit sind die Kopfhörer gegen Staub sowie gegen Wasser entsprechend geschützt.
MatePad Air erweitert das Tablet-Portfolio
Ebenfalls neu im Sortiment ist das Huawei MatePad Air. Das Tablet verfügt über ein 12 Zoll großes OLED-Display mit PaperMatte-Technologie. Die Auflösung liegt bei 2.800 × 1.840 Pixeln, die maximale Helligkeit erreicht bis zu 1.200 Nits.
Je nach Ausführung stehen 8 oder 12 GB Arbeitsspeicher sowie 256 GB Speicherplatz zur Verfügung. Für Foto- und Videoaufnahmen setzt Huawei auf eine 12-Megapixel-Frontkamera und eine 50-Megapixel-Hauptkamera auf der Rückseite.
Die Energieversorgung übernimmt ein 10.400-mAh-Akku, der über eine Schnellladefunktion mit bis zu 66 Watt verfügt.
Fazit
Mit den neuen Pura-90s-Smartphones erweitert Huawei sein internationales Angebot im Premium-Segment und bringt erstmals wieder ein globales Modell mit integriertem 5G-Modem auf den Markt. Ergänzt wird das Portfolio durch die FreeClip 2 S Kopfhörer und das MatePad Air, die das Ökosystem des Herstellers weiter ausbauen.


Weitere Geschichten
Porsche prüft Verlagerung der Cayenne-Produktion nach Leipzig
Logitech präsentiert faltbare Mini-Maus für mobiles Arbeiten
Alexa+ startet: Nur etwas schlauer oder endlich wirklich intelligent?