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Interviews (bis 2010)
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Guten Abend lieber Besucher von BNA GERMANY®, heute ist der 21.07.2018 :: English ::
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Interview mit Aftab Shivdasani

Aftab Shivdasani ist ein auch in Deutschland bekannter Schauspieler aus Bollywood und wurde zum Stuttgarter Filmfestival "Bollywood and Beyond" eingeladen. Sein aktueller Film "Ankahee" wurde im Rahmen des Filmfestivals gezeigt. Bereits als Kind trat er schon vor die Kamera und wirkte in vielen Werbespots mit. Durch Zufall wurde er zum Hauptdarsteller des Films "Mast"(1999) und begann damit seinen Traum, ein bekannter Schauspieler zu werden, zu verwirklichen. 

BNA-Germany traf Aftab Shivdasani beim Essen. Er sprach mit uns über seine Erfolge und sein Leben als bekannter Bollywood Star:

 

BNA: Gestern schauten Sie sich die Stadt an. Welchen Eindruck haben Sie von Stuttgart?

Aftab Shivdasani: Da, wo mein Hotel ist, ist es sehr ruhig. Die Leute sind sehr nett. Ich bin zum ersten Mal in Stuttgart, in Deutschland überhaupt.

 

BNA: Was denken Sie vom Festival? Sind Sie stolz, eingeladen worden zu sein?

Aftab Shivdasani: Ja, ich bin sehr glücklich, dass ich eingeladen wurde. Es ist auch das erste Mal, dass ich an so einem Film Festival teilnehme. Es ist schön, dass mein Film („Ankahee“, 2006; Amn.d.Red.) ausgewählt wurde und gezeigt wird. Es freut mich auch, dass sich Deutschland dem indischen Kino geöffnet hat. Der europäische Markt ist nicht sehr groß für uns, aber er öffnet sich dem indischen Kino, der größten Filmindustrie der Welt.

 

BNA: Sie sind gerade dabei, einen neuen Film zu drehen. Können Sie uns etwas darüber erzählen?

Aftab Shivdasani: Der Film heißt „Red“ und ist ein Thriller. Regie führt dabei der gleiche Regisseur wie bei „Ankahee“, Vikram Bhatt. Es ist eigentlich ein romantisch angehauchter Thriller, aber sehr dunkel, also keiner dieser Liebesschnulzen. Der Film wird in Mumbai gedreht, sowohl die Außenaufnahmen, als auch die Studioaufnahmen.

 

BNA: Wann kann man diesen Film dann sehen?

Aftab Shivdasani: Wahrscheinlich nicht mehr in diesem Jahr, aber vielleicht im Januar oder Februar 2007.

 

BNA: Was können Sie uns über „Ankahee“ sagen, der ja auf dem Festival gezeigt wird?

Aftab Shivdasani: Das ist ein Familien-Drama. Es geht dabei um einen Mann, der sich nach seiner Heirat in eine andere Frau verliebt. Er beginnt eine Affäre mit dieser Frau. Er hat auch eine 6-jährige Tochter. Die Frau, in die er sich verliebt ist ein Miss World und Schauspielerin. Der Film zeigt, wie alle drei Beteiligten mit den Problemen dieser Situation umgehen. Der Film ist sehr emotional und intensiv, aber nicht melodramatisch. Er ist dramatisch, würde ich sagen. Und es ist sehr realistisch, da jeder einmal in eine solche Situation kommen kann.

 

BNA: Kann Ihnen das auch passieren?

Aftab Shivdasani: Nein, ich hoffe nicht.

 

BNA: Welche Charaktere würden Sie gern spielen?

Aftab Shivdasani: Ich spielte bereits in Liebesfilmen, Thrillern und Komödien mit. Bezüglich der Charaktere habe ich keine Einschränkungen. Ich spiele gern verschiedene Rollen.

 

BNA: Lassen Sie uns über den Start Ihrer Karriere reden. Früher oder später gab es sicher den Punkt, an welchem Sie gefragt wurden, ob Sie Schauspieler werden wollen. Wann war das?

Aftab Shivdasani: Für mich war es eine Phantasie, ein Traum der wahr wurde. Ich machte gerade meinen College-Abschluss und wollte für mein MBA zum Studieren nach London gehen. Da gab es diesen großartigen Regisseur, der einen Film drehen wollte. Ich habe oft Werbespots gedreht, drei zum Beispiel für Coke. Insgesamt über 250 Werbespots, seit ich ein Kind war. Jedenfalls sah dieser Regisseur einen meiner Werbespots und rief mich zum Casting für seinen Film. Und er wollte mich. Da wurde ein Traum für mich wahr und ich war sehr glücklich. Schon 15 Tage später begannen die Dreharbeiten und ich hatte keine Zeit mich vorzubereiten. Aber das war auch gut. So lernte ich jeden Tag etwas dazu. Ich wollte schon immer Schauspieler werden, eben weil ich schon so viele Werdespots gemacht habe. Ich mag es vor der Kamera zu stehen. Aber meine Familie kommt nicht aus dem Filmbusiness, somit bin ich ein kompletter Outsider gewesen. Der Film handelte von einem 19-jährigen Jungen, der von der Schauspielerin besessen war und ich war damals gerade 19 Jahre alt. Somit war es perfekt für mich. („Mast“, 1999; Anm.d.Red.)

 

BNA: Können Sie sich mit Ihren Rollen identifizieren?

Aftab Shivdasani: Die Leute fragen mich das oft. Ich habe kein bestimmtes Rollen-Modell in meinem Kopf. Aber diesen Charakter darzustellen, hat mir Spass gemacht.

 

BNA: Gibt es Rollen, die Sie gerne spielen würden und Rollen, die Sie von vornherein ablehnen?

Aftab Shivdasani: Ich weiß nicht, welche Rollen ich nicht darstellen könnte. Aber ich möchte Actionfilme machen. Ich liebe Actionfilme. Aber das werde ich wohl nicht machen können, weil ich eher lieb und romantisch wirke. Aber ich versuche, mein Image zu wechseln. Ich mache immer Fitness dafür, nicht Bodybuilding aber Fitness. Wenn das Publikum bereits ein festes Bild von Dir hat, ist es schwer Dein Image zu wechseln.

Übrigens wurden gerade zwei neue Filme veröffentlicht: eine Komödie „Darwaza Bandh Rakho“ und ein Science Fiction Film „Jaane Hoga Kya“.

 

BNA: Könnten Sie uns die Titel bitte aufschreiben?

Aftab Shivdasani: Ich versuch es, aber mein Hindi ist nicht so gut.

 

BNA: Was ist Ihre Muttersprache, wenn Sie sagen, Ihr Hindi ist nicht so gut?

Aftab Shivdasani: Englisch. Meine Eltern haben verschiedene Religionen. Zwar ist Hindi eine Amtssprache in Indien und ich habe es auch in der Schule gelernt, aber zu Hause sprachen wir hauptsächlich Englisch, denn auch für meine Eltern war das die Sprache, die sie am besten beherrschen.

 

BNA: Kommen wir zu einem anderen Thema: Wie kommt es, dass die Indische Presse über Ihre Gesundheit berichtet, so wie kürzlich zu lesen war, Sie wären krank?

Aftab Shivdasani: Wenn man seine Nase in die Öffentlichkeit streckt, ist sofort die Presse da.

 

BNA: Sind Sie deshalb so froh, dass Sie hier in Stuttgart auf die Straße gehen können, ohne von irgendjemandem erkannt zu werden?

Aftab Shivdasani: Ja, das ist für mich ein Segen.

 

BNA: Aber es ist doch ein Traum von Ihnen, ein großer Star zu werden?

Aftab Shivdasani: Das ist eigentlich eine schwierige Frage. Es ist der Preis, den man dafür zahlt, berühmt zu sein. Wenn ich wieder Zuhause bin, muss ich auch diesen Preis zahlen. Dort habe ich keine Zeit für mich selbst. Daher genieße ich sehr, wenn ich woanders bin und einfach auf der Straße laufen kann, einfach normal sein kann.

 

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