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10.11.2006 Von: ACT

Von einem Inder, der auszog, Schauspieler zu werden

Es gibt kaum jemanden in Deutschland, der mittlerweile nicht schon von Bollywood gehört hat. Indien war schon immer ein beliebtes Reiseziel der Deutschen; es zieht die einen nach Agra zum Taj Mahal oder die anderen nach Goa in die Hippie-Szene oder neuerdings auch nach Mumbai, der Geburtsstadt der Bollywoodfilme. In Comedy-Shows wie „Was guckst Du?!“ werden Inder klischehaft parodiert; in deutschen TV-Serien treten Inder dementsprechend entweder als Rosenverkäufer oder als IT-Spezialisten auf.


Prashant Prabhakar

Während der Dreharbeiten

Produzent Mario Stefan (l.) und Regisseur Fabian Kramer (r.)

Die Nachfrage nach Indern für deutsche TV-Produktionen nimmt jedoch immer mehr zu, wie auch Prashant Prabhakar zu berichten weiß. Er selbst kommt aus Delhi und lebt seit drei Jahren in Deutschland. Seitdem arbeitet er hier als Modell, Komparse und Nebendarsteller für TV-Filme, und auch als Hauptdarsteller. Er ist sowohl in deutschen Serien-Produktionen wie „Aktenzeichen XY ungelöst“, „Mit Herz und Handschellen“ und „Stromberg“ zu sehen, wie auch in Bollywood-Produktionen wie „Humraah-The Traitor“ und dem kommenden Film „Love in Heppenheim“.

Gerade wurde eine Abschlussarbeit der Hochschule für Fernsehen und Film in München gedreht. Titel des Films ist „01- Null Eins“: Software-Programmierer Franz Tattenbach (31) verliert aufgrund indischer günstigerer Kokurrenz seine Arbeitsstelle und gewinnt zugleich eine grundlegende Erkenntnis. Als selbsternannter Guru lebt er obdachlos in einem Park, bis eine indische Asylbewerberfamilie an ihn glaubt und ihn bei sich aufnimmt. Als die Familie Deutschland verlassen soll, verschafft Tattenbach dem Vater als angeblichem Computer-Inder seinen alten Job und lässt sich an dessen Stelle abschieben, um in Indien Guru zu werden...

Der Film ist eine deutsch-indische Produktion von fieber.film (Produzent: Mario Stefan) und wird unterstützt durch die Förderung des FFF Bayern und der Schweizer Filmförderung. Prashant Prabhakar spielt hier neben Anton Figl die Hauptrolle; Regisseur ist der Schweizer Fabian Kramer, der schon vor Jahren seine Liebe zu Indien entdeckte. Er bereiste vor 5 Jahren Indien und war so fasziniert von dem Land mit seiner kulturellen Vielfalt, dass er das Thema in seiner Abschlussarbeit aufgreifen wollte. Darüber hinaus mag er auch die Bollywood Filme, sodass er eine typische Bollywood-Szene auch in seinen Film einarbeiten wollte. Neben Deutschland ist auch Kalkutta Drehort des Films, welcher erstmals im Sommer 2007 zu sehen sein wird. Er soll auf bekannten Filmfestivals wie dem Filmfest Hamburg, dem Internationalen Kurzfilm Fest Berlin, sowie in Italien, Spanien, Frankreich und den USA vorgeführt und anschließend im Fernsehen ausgestrahlt werden. Auch Produzent Steffen zeigt sich begeistert vom Thema und kann sich auch vorstellen, deutsch-indische Co-Produktionen mit Produzenten aus Indien zu realisieren. Dafür steht er in engem Kontakt mit der Bayrischen Filmförderung, denn nicht nur Hessen, sondern auch Bayern biete schöne Locations für Bollywood und Co-Produktionen. Darüber hinaus kann sich Steffen auch vorstellen, eine Fortsetzung von „01 – Null Eins“ zu produzieren, da die Geschichte durchaus fortgeführt werden kann.

Prashant Prabhakar ist als indischer Schauspieler momentan sehr gefragt. Er stand bereits in Indien auf der Bühne, seine Liebe zu Deutschland brachte ihn jedoch hierher. Sein größter Traum ist es, einmal an der Seite von Amitabh Bachchan, dem großen Star Bollywoods, zu spielen. Seit er ein kleines Kind war, verehrt Prashant ihn. Und wer weiß: vielleicht wird eines Tages Bollywood aufmerksam auf den Inder aus Delhi, der nach Deutschland zog, um Schauspieler zu werden. Dann könnte sich eines Tages der Traum Prashants erfüllen.

Für weitere Informationen über den Schauspieler Prashant Prabhakar besuchen sie bitte folgende Web-Seite:

www.inder.de.gg


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