Über Bollywood
Cinema_History
Golden_Oldies
Special_Features
Cover_Stories
interviews_neu
profiles
Bollywood Dance
Musik & Musiker
Bollywood im Kino
Eventankündigungen
Indien - Allg. Infos
Heilige Tiere
states
Kurioses aus Indien
indian_cooking
BNA Magazin
Bollywood Reporter
Foto-Archiv
Interviews (bis 2010)
Suche



Willkommen, heute ist der 10.12.2018 :: English ::
Sie befinden sich hier: Interviews (bis 2010) / Interview mit Akshay Kumar / 

Interview mit Akshay Kumar

Akshay Kumar erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Seit über 20 Jahren ist der Schauspieler aus Bollywood mittlerweile im Filmgeschäft, doch noch immer schafft er es, einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere zu erreichen. Im Interview spricht Akshay Kumar über seinen neusten Film " Singh Is Kinng", der gerade auch in deutschen Kinos gezeigt wird und bisher der größte Bollywood-Kassenschlager an deutschen Kinokassen dieses Jahr ist. Und auch weltweit zeichnet sich ab, dass "Singh Is Kinng" eines der Blockbuster Bollywoods dieses Jahr werden wird.

 


Du hast riesigen Erfolg an den Kino-Kassen. Erhöht das jetzt zusätzlich den Druck, die Erwartzungen auch zukünftig zu erfüllen?

Akshay: Natürlich. Als Schauspieler ist es stehts dein Wunsch, den nächsten Film noch besser zu machen, als den vorangegangenen und für dich selbst neue Standards zu setzen. Aber in diesem Ausmass ist es sehr schwierig, weil die Erwartungen des Publikums immer größer werden und ich versuche, diesen Erwartungen stets gerecht zu werden.Das kann einem Angst machen; ist aber zugleich für mich eine Herausforderung, der ich mich zu stellen versuche.

 

Was ist das Geheimnis Deines Erfolges?

Akshay: (Lacht) Ich wünschte, ich könnte diese Frage beantworten. Zu allererst einmal der Segen Gottes, meiner Familie und aller mir Wohlgesonnenen; und noch viel mehr dank meiner Fans, die immer an mich glauben und meine Bemühungen und Anstrengungen zu schätzen wissen.

 

Nach welchen Kriterien suchst Du dir neue Filmprojekte aus?

Akshay: Ich bin mittlerweile an einem Punkt in meiner Karriere angekommen, an welchen ich wählerisch bezüglich der Auswahl neuer Projekte geworden bin, weil eben die Erwartungen des Publikums hoch sind. Ich kann das Publikum nicht enttäuschen. Als Schauspieler habe ich bereits über einhundert Filme gemacht und dabei auch sämtliche Charaktere gespielt. Nun muss jedoch etwas völlig Neues folgen, etwas, das mich herausfordert; damit ich es mache. Ansonsten habe ich auch kein Problem, Projekte abzulehnen.

 

Was fasziniert Dich an "Singh Is Kinng"?

Akshay: Ich verstehe mich bestens mit dem Produzenten (Vipul Shah) und dem Regisseur (Aneez Bazmee); ich habe bereits mit ihnen zusammengearbeitet. "Singh Is Kinng" funktioniert meiner Meinung nach in verschiedene´r Hinsicht: Ich fand es spannend, einen durch und durch Sikh Charakter zu spielen. Ich komme selbst aus dem Punjab und war eigentlich nie glücklich über die ganzen SMS-Witze, die mir über Sikhs geschickt wurden. Sikhs sind phänomenal bunte und vielseitige Menschen und es kann soviel gemacht werden mit und aus einem Sikh Charakter. Als man mir das Skript vorlas, habe ich mich sofort in die Geschichte verliebt, da alles, was einen guten kommerziellen Film ausmacht vorhanden war und zudem unterschwellig auch die Message über positives Verhalten enthalten war.

 

Kannst Du etwas über den Film und die Rolle, die Du spielst sagen?

Akshay: Ich spiele Happy Singh, einen sorglosen, fröhlich-glücklichen Sardar (reicher Mann; Anm. d. Red.), der von den Bewohnern seines Dorfes beauftragt wird, nach Australien zu reisen, um dort eine Gruppe von Gaunern zu stellen, die den Ruf seiner Gemeinschaft im Ausland beschmutzt haben. Die ganzen unerwarteten Ereignisse, die dabei auftreten sind der Dreh- und Angelpunkt des Films.

 

An wen wendet sich der Film?

Akshay: Meine Filme haben ein weltweites Publikum. 2Singh Is Kinng" ist da keine Ausnahme. Er ist für die ganze Famile, um sich zurückzulehnen, den Film zu geniessen und zu lachen.

 

Es gibt da ja die interessante Geschichte, zur Entstehung des Filmtitels...?

Akshay: Ja, als ich für "Bhool Bhulaiyaa" in Jaipur gerade drehte, sah ich einen Sikh mit seinem Truck, auf welchem hinten drauf stand "Singh Is King". Ich rief dann sofort Vipul an und sagte ihm, dass ich einen Titel für den Film eben gefunden hätte. Und das Extra-"N" in "Kinng" ist natürlich aus numerologischem Glauben heraus.

 

Wie war Katrina Kaif, im Vergleich zu Deinen anderen bisherigen weiblichen Hauptdarstellern?

Akshay: Das war jetzt bereits unser vierter gemeinsamer Film und ich muss sagen, sie hat wirklich einen langen Weg hinter sich. Katrina hat sich zu einer sehr überzeugenden und gewissenhaften Schauspielerin entwickelt und ist auch beim Publikum sehr beliebt.Es ist immer wieder eine Freude, mit ihr zusammen zu arbeiten.

 

Kannst Du noch kurz etwas über Dein Aussehen im Film sagen?

Akshay: Wie ich schon sagte, spiele ich einen Sikh. Daher trage ich den ganzen Film über einen Turban. Das ist das erste Mal für mich.

 

Wie war es, wieder mit Deinen Wurzeln zum Punjab verbunden zu werden?

Akshay: Happy Singh spiegelt auch eine Menge von meinem eigenen Charakter wider. Es fiel mir daher auch sehr leich, diesen Charakter zu spielen, eben weil ich selbst aus dem Punjab komme. Gleichzeitig musse ich aber sehr auf mein Äusseres achten, auf meine Körpersprache und die Dialoge, um nicht unabsichtlich die Gefühle der Sikhs zu verletzen.

 

Wieso wurde auch in Ägypten gedreht. Hat es das Skript so verlangt?

Akshay: Ja tatsächlich. Katrinas Filmcharakter kommt aus Ägypten und die Erzählung geht vom Punjab nach Ägypten und von dort aus weiter nach Australien.

 

Kannst Du etwas über die Film-Musik sagen?

Akshay: Der Soundtrack von "Singh Is Kinng" ist ziemlich unkonventionell. Er klingt ziemlich britisch-asiatisch oder amerikanisch-asiatisch. Wir hatten eine ganze Breite verschiedener Sänger, wie Daler Mehndi, Rahat Fateh Ali Khan, Neeraj Shridhar und Mika Singh. Es gibt da zum einen dieses Romantik Duett bei der Junge-trifft-Mädchen-Szene,zudem Bhangra, Hip Hop und RnB. Pritam hat da wirlkich grossartige Arbeit geleistet. Und das erklärt auch, warum der Soundtrack kurz nach seiner Veröffentlichung schon ein Erfolg war.

 

Was ist Deine grösste Leidenschaft, ausser der Schauspielerei?

Akshay: Ich verbringe sehr gerne meine Zeit mit meiner Familie und wir gehen dann oft raus. Aarav wächst heran und braucht seinen Vater um sich herum und bei sich. 

 

Kannst Du dir auch vorstellen, selbst einmal Regie zu führen, so wie es einige Deiner Schaupiel-Kollegen machen?

Akshay: Ich trete eigentlich nie in die Fuss-Stapfen anderer. Zur Zeit konzentriere ich mich auch die Schauspielerei und darauf, Filme zu produzieren, an die ich glaube.

 

Bei "Singh Is Kinng" hattest Du auch Dein Debüt als Produzent. Das Logo von "Hari Om", Deiner Produktionsfirma ist überall in der Werbung zu sehen...?!

Akshay: Ich mache das, was ich am liebsten machen und auch am besten kann: und das ist Schauspielern. Nur weil die Hälfte der Filmindustrie mittlerweile auch Produzenten sind, heisst das nicht, dass ich ein Spätzünder war. Ich arbeite in meinem eigenen Tempo und mache Dinge, wenn ich auch bereit dafür bin. Natürlich habe ich sehr lange darüber nachgedacht, Produzent zu werden, zumal das auch ein sehr schwieriger und stressiger Job ist. Mein Produktionshaus und auch mein Name liegen mir sehr am Herzen; und so geht alles, was ich mache langsam voran.

 

Ein Teil der Medien aber auch der Filmindustrie beschreihen Dich als neuen Superstar. Wie fühlt sich das an?

Akshay: Es hat über zwei Dekaden gedauert, dass mich die Leute als Nummer1 sehen oder als Superstar. Das ist eigentlich nicht so ein gutes Gefühl, aber gleichzeitig sage ich mir 'besser spät als nie'. Wenn man selbst in einer guten Position ist, passiert es schnell, dass sich andere verunsichert fühlen. Daher weiss ich auch, dass ich mich darauf einstellen muss, von anderen hinter meinem Rücken und hinter verschlossenen Türen zerrissen und kritisiert zu werden. Ehrlich gesagt stehe ich da aber drüber. Was für mich zählt, sind einzig und allein meine Familie und meine Freunde, sowie die Liebe und Wertschätzung meiner Fans und des Publikums.

 

Stört es Dich, dass Du immer noch als Womanizer gesehen wirst, obwohl Du verheiratet bist?

Akshay: Nein, nicht wirklich. Alles hat seine Zeit und seinen Ort. Ich verleugne meine Vergangenheit nicht, aber es kommt im Leben der Punkt, wo man realisiert, dass man sich weiterentwickeln muss und irgendwo sesshaft werden sollte. Das war, als ich meine wunderschöne Frau geheiratet habe. Ich weiss, dass ich ein leichtes Ziel für viele Leute bin, aber das interessiert mich nicht. Menschen, die mir nahe stehen kennen die Wahrheit und das ist das, was wirklich zählt.

 

Interview: Studio18 India (Mumbai)
©Fotos: Viral Bhayani

 

 

©Copyrights by BNA-Germany.com. All rights reserved.

- Anzeigen -